{"id":1690,"date":"2024-11-25T17:08:44","date_gmt":"2024-11-25T16:08:44","guid":{"rendered":"https:\/\/kleinwaltersdorf-buergerhaus.de\/?page_id=1690"},"modified":"2025-01-25T11:43:52","modified_gmt":"2025-01-25T10:43:52","slug":"historisches","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kleinwaltersdorf.de\/index.php\/historisches\/","title":{"rendered":"Historisches"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Geschichte<br><\/strong>Das Gebiet zwischen Striegis und Freiberger Mulde wurde zwischen 1156 und 1162 im Auftrag des Mei\u00dfner Markgrafen Otto von Wettin im Rahmen des hochmittelalterlichen Landesausbaus durch fr\u00e4nkische Bauern kolonisiert. Die Ersterw\u00e4hnung des Ortes als Waltersdorp erfolgte 1230. Das Dorf geh\u00f6rte zur Ausstattung des 1162 von Markgraf Otto gestifteten Klosters Altzella, war also bis zu dessen Aufl\u00f6sung 1540 Klosterdorf. Kurf\u00fcrst August verlehnte 1555 das Dorf und das Rittergut Haus Waltersdorf an seinen Kanzler Dr. Ulrich von Mordeisen. In Kleinwaltersdorf bestanden seit 1587 bis 1924 zwei getrennte Gemeinden, die Bauerngemeinde im Unterdorf und die zum Rittergut geh\u00f6rende Herrengemeinde im Oberdorf.<br>Seit 1994 ist Kleinwaltersdorf ein Stadtteil von Freiberg.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Siedlungsstruktur<br><\/strong>Die typische Ortsflur der Kolonistend\u00f6rfer im Erzgebirge und seinem Vorland stellt das Reihendorf mit Waldhufenflur dar. Die Geh\u00f6fte liegen hochwassergesch\u00fctzt an einer oder beiden Seiten des Baches aneinandergereiht. Kleinwaltersdorf ist ein einseitiges, westlich des Waltersbaches befindliches Waldhufendorf, dessen Ortsbild und Siedlungsstruktur noch weitgehend seine historische Entwicklung widerspiegeln. Die \u00f6stlich des Dorfbaches liegenden, wenigen blockartigen Hufen wurden wahrscheinlich in den folgenden Jahrhunderten auf noch nicht gerodetem Waldgebiet angelegt. Im Bereich der Herrengemeinde wurden f\u00fcr die Gutsarbeiter, Handwerker, G\u00e4rtner und Bergleute viele H\u00e4usleranwesen geschaffen, bei denen Wohnung und Stallung unter einem Dach sind. Seit 1850 entstand im Bahnhofsgebiet eine Streusiedlung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bergbau<br><\/strong>1550 wurde der Bergbau in Kleinwaltersdorf erstmals erw\u00e4hnt. In der Zeit bis 1897 gab es insgesamt 6 Gruben, in denen nach dem begehrten Metall gesch\u00fcrft wurde. Zu den erkennbaren Sachzeugen des Silberbergbaus geh\u00f6ren die zwei Lichtlochhalden an der L\u00f6\u00dfnitzer Stra\u00dfe. Sie stammen vom Vortrieb des &#8222;Neuen F\u00fcrstenstollns&#8220;, der die im 16. Jahrhundert betriebene Fundgrube &#8222;Neugeborn Kindlein&#8220; vom Grundwasser befreite. Das Stollenmundloch lag im Grundst\u00fcck Walterstal Nr. 20. Einen weiteren Industriezweig bildeten die Ziegeleien die es im Ort gab. Die gr\u00f6\u00dfte davon befand sich am Bahnhof und stellte 1914 die Produktion ein. Die ausgebeuteten Lehmgruben sind zum Teil heute noch zu erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kirche<br><\/strong>Eine Kirche wurde 1346 erstmals erw\u00e4hnt. Nach mehrmaligen Umbauten entstand das jetzige Geb\u00e4ude mit dem Kirchturm von 1889. Zu den bemerkenswerten Ausstattungsst\u00fccken z\u00e4hlt der Epitaphaltar. Er wurde 1555 vom Freiberger Steinmetz Andreas Lorenz geschaffen. Die Orgel ist ein Werk des Silbermannsch\u00fclers Adam Gottfried Oehme und wurde 1774\/75 errichtet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rittergut<br><\/strong>Durch Zusammenlegung mehrerer Bauernh\u00f6fe entstand um 1500 ein Vorwerk, das sp\u00e4ter zum Rittergut \u201cHaus Waltersdorff&#8220; wurde. Das Herrenhaus des Rittergutes baute man 1836 im klassizistischen Stil um. Leider wurde es 1947 im Zuge der Demokratischen Bodenreform bis auf das Torhaus rigoros abgebrochen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>GeschichteDas Gebiet zwischen Striegis und Freiberger Mulde wurde zwischen 1156 und 1162 im Auftrag des Mei\u00dfner Markgrafen Otto von Wettin&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kleinwaltersdorf.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1690"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kleinwaltersdorf.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/kleinwaltersdorf.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kleinwaltersdorf.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kleinwaltersdorf.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1690"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/kleinwaltersdorf.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1690\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1934,"href":"https:\/\/kleinwaltersdorf.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1690\/revisions\/1934"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kleinwaltersdorf.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1690"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}